Flasche Rotwein und Trauben

Dornfelder

Steckbrief

  • Heimat: Weinsberg in Württemberg
  • Hauptanbauländer: Deutschland, Schweiz
  • Anbaufläche: 8.200 ha
  • Trauben: große, blauschwarze, dickschalige Beeren
  • Farbe: tiefdunkel
  • Aroma: Brombeere, Sauerkirsche, Holunder
  • Geschmack: Trocken & halbtrocken, fruchtig, körperreich, milde Säure
  • Passt zu… Braten, Wildfleisch, Käse

 

Geschichte, Herkunft und Bedeutung Grape harvesting

Die Geschichte des heute sehr beliebten Dornfelders begann im Jahr 1955 in Weinsberg in Württemberg. Immanuel Dornfeld, ein Weinbaufachmann, gründete im genannten Dorf eine Weinbauschule – und züchtete neue Rebsorten. 1955 schuf er die erfolgreichste deutsche Neuzüchtung, den Dornfelder. Dornfeld kreuzte die Rebsorte Helfensteiner, die wiederum eine Kreuzung zwischen Trollinger und Frühburgunder ist, und die Heroldrebe, eine Kreuzung zwischen Limberger und Porugieser. Wurde der neu gezüchtete Dornfelder anfänglich für den Verschnitt von hellen Rotweinen genutzt, wurde der Wein in den 1990er-Jahren immer beliebter. Heute gehört der Dornfelder zu den Klassikern.
Anbau, Anbauländer & -fläche
Aktuell werden in Deutschland auf rund 8.200 Hektar Dornfelder angebaut – dies entspricht etwa 8 % der deutschen Rebfläche. Nur der Spätburgunder ist jene rote Rebsorte, die noch häufiger angepflanzt wird. Besonderer Beliebtheit erfreut sich der Dornfelder in der Pfalz und in Rheinhessen – dort sind etwa 3.000 Hektar Anbaufläche mit der Neuzüchtung bestockt, und der Wein gehört längst zu den Klassikern.

Die Rebe

Die Rebsorte Dornfelder selbst ist wenig anfällig für Krankheiten und sehr robust. Weil die Traube lockerbeerig wächst, hat die Rebe kaum mit Fäulnis zu kämpfen. Zudem bringt sie hohe Erträge ein, da sie schnell wächst – viele Winzer kontrollieren deshalb zu Beginn der Reifeperiode ihre Rebstöcke und entfernen einige Trauben. So konzentrieren sich die Inhaltstoffe auf die verbleibenden Trauben. Am wohlsten fühlt sich der Dornfelder-Rebstock in lockeren, mit ausreichend Nährstoffen versorgten Böden. An steinigen und sandigen Standorten fühlt sich die Rebsorte weniger wohl.

Farbe & Geschmack Delicious smoked ribs

Für den Dornfelder, den kräftigen Rotwein, werden zwei unterschiedliche Ausbaustile angewandt. Ein Teil des Dornfelders wird sehr jung auf den Markt gebracht – dann schmecken Genießer vor allem die intensiven Fruchtaromen heraus und empfinden den Wein als lieblich. Aufmerksame Geister erkennen Aromen der Sauerkirsche, Brombeere und des Holunders. Andere Winzer bringen den Dornfelder nicht als Primeur oder jungen Wein heraus, sondern bauen den Wein im großen oder kleinen Holzfass aus. Die Barrique Variante betont Gerbstoffe und Struktur des Weines, die Fruchtaromen geraten etwas in den Hintergrund.

Der Dornfelder ist ein trockener oder halbtrockener Wein, der gehaltvoll, körperreich und harmonisch wirkt. Weinexperten erkennen ihn schon an seiner typischen, tiefdunklen Optik. Einige wenige Bauern stellen auch Dornfelder-Sekte und Dornfelder-Roséweine her, die ebenfalls trocken oder halbtrocken schmecken.

Foodpairing: Dornfelder passt zu…

Der kräftige Rotwein passt zu Braten aus dem Ofen, zu Wild, z. B. Reh oder Hirsch, und zu Käse. Dies gilt vor allem für den kräftigen Dornfelder im Barrique Ausbau, der ideal für die kühle Jahreszeit ist. Die gehaltvollen Weine werden auch gerne zur Ente gereicht. Der junge Dornfelder mit seinen intensiven Fruchtaromen kann, gekühlt getrunken, auch ein toller Begleiter für den sommerlichen Grillabend sein. Wie auch andere Weine sollte man Dornfelder am besten direkt beim Winzer oder im Fachhandel kaufen, damit er perfekt mit dem Abendessen harmoniert.

 

 

Flasche Weißwein , Trauben und Korken

Chardonnay

Steckbrief

  • Synonyme: Arnoison, Beaunois
  • Heimat: Burgund
  • Hauptanbauländer: Frankreich, USA, Chile, Australien
  • Anbaufläche: 175.000 ha
  • Beeren: rundlich bis oval, klein bis mittelgroß
  • Farbe: hellgelb & klar
  • Aroma: Apfel, Stachelbeeren, Walnuss, Buttercreme
  • Geschmak: körperreich, vordergründige Säure, hoher Alkoholgehalt
  • Passt zu…Fisch, Meeresfrüchten, Pilze, Trüffel, Geflügel

 

Geschichte, Herkunft & Bedeutung

Mit rund 175.000 angebauten Hektar belegt der Chardonnay den 8. Platz in der Rangliste der am häufigsten angebauten Rebensorten der Welt; er ist damit die am öftesten angebaute Weinrebe mit weißen Trauben – und weltweit äußerst beliebt. Ursprünglich ist der Chardonnay in Burgund beheimatet, wo er nach wie vor angepflanzt wird und die besten Früchte trägt. Die Sorte selbst ist wohl, so legen Studien nahe, als natürliche Kreuzung der Weine Pinot und Gouais Blanc entstanden. Die bekanntesten Chardonnay-Weine kommen aus Frankreich und

Weintrauben vor der Ernte

Weintrauben vor der Ernte

wachsen in Chablis, in Puligniy-Montrachet, in Meursault und in Corton-Charlemagne.
Anbau, Anbauländer & -fläche
Der Chardonnay, der vor allem seit der Jahrtausendwende stetig an Beliebtheit gewonnen hat, wird in allen Weinbauregionen der Welt angepflanzt. Die größte Anbaufläche hat die Rebe in den USA (ca. 45.000 ha; vor allem in Kalifornien) und in Australien (ca. 35.000 ha). Auch in seiner Heimat, in Frankreich, sind etwa 44.000 Hektar Grund mit Chardonnay bepflanzt. Angebaut wird er vor allem in Chablis und in Burgund, aber auch in der Champagne – rund 30 % des Champagners werden aus Chardonnay gewonnen. In Italien sind etwa 12.000 Hektar mit Chardonnay-Reben bestockt – vor allem im Trentino, in Veneto und in Südtirol. Weitere Anbauländer sind Deutschland, Österreich, die Schweiz, Moldawien, Slowenien, Chile und Argentinien.

 

Die Rebe

Dass die Chardonnay-Rebe zu den beliebtesten Wein-Reben überhaupt gehört, hängt auch damit zusammen, dass sie relativ anspruchslos ist, was ihre Lage betrifft: Die Rebsorte mag einfache, kalkhaltige Böden und ist nicht auf gemäßigte klimatische Bedingungen angewiesen. Damit können durchaus auch in kühleren Gegenden, wie z. B. in Deutschland oder in der Schweiz, qualitativ hochwertige Weine angebaut werden. Die Chardonnay Früchte haben hohes Qualitätspotential und sind wenig anfällig gegen Krankheiten wie Echten und Falschen Mehltau. Weil die Rebe früh austreibt, sind die Trauben allerdings für Frühjahr-Spätfröste anfällig. Die Trauben der Rebsorte sind klein bis mittelgroß, rundlich bis oval und von grüngelber bis bernsteinener Farbe geprägt. Die Schale ist dünnhäutig bis mittelstark ausgeprägt. Rein äußerlich ist die Rebsorte Chardonnay kaum vom Weißburgunder zu unterscheiden. Zwischen dem Weißburgunder, dem Pinot blanc und dem Chardonnay wurde deshalb für lange Zeit auch nicht differenziert – nur geschulte Ampelographen erkennen die Unterschiede zwischen den einzelnen Rebsorten.

 

Farbe & Geschmack

Antipasti und Weißwein

Antipasti und Weißwein

Das Aroma des Chardonnays ist dezent und weniger intensiv als zum Beispiel jenes des Riesling Weines; dennoch zeichnet sich der Wein durch seinen Körperreichtum aus. Die Säure steht meist klar im Vordergrund.
Eine besondere Freude für Kenner ist, dass der Wein die Lage des Weinbergs gut zum Ausdruck bringt: Chardonnays aus dem Burgund sind oft eigenwillig und wirken distanziert, umfassen Noten von Äpfeln oder Stachelbeeren – ähnlich wie der Sauvignon.

Der Weißwein aus Übersee schmeckt hingegen oft sehr kräftig und gehaltvoll. Chardonnay Weine aus den USA, die in Barrique ausgebaut wurden, enthalten oft Aromen von Sahne und Buttercreme, von Haselnüssen oder Toast. Auch Noten von gerösteten Kaffeebohnen oder Kokosnuss kommen im Wein vor. Schmeckt der Chardonnay dünn und grasig, dann waren die gekelterten Trauben noch nicht reif genug und der Wein ist von minderer Qualität.

 

Foodpairing: Chardonnay passt zu…

Vor allem junger Chardonnay passt mit seinem niedrigeren Alkoholgehalt gut zu Fisch und Meeresfrüchten, auch als Begleiter für Hummer und Krebse ist er ideal. Chardonnay, der im Barrique ausgebaut wurde, passt gut zu Butter- und Sahnesaucen, zu weißem Fleisch und Geflügel, zu Pilzgerichten und Trüffel. Auch zu würzigem Käse ist ein kräftiger Chardonnay gefällig.

Flasche Rotwein und Trauben

Cabernet Sauvignon

Steckbrief

  • Synonyme: Bordeaux, Sauvignon Rouge
  • Heimat: Bordelais (Bordeaux; Südwest-Frankreich)
  • Hauptanbauländer: Frankreich, Italien, Chile, Argentinien, USA
  • Anbaufläche: 200.000 Hektar
  • Beeren: Klein, rund, blauschwarz
  • Farbe: Tiefrot
  • Aroma: Schwarze Johannisbeere & Grüne Paprika
  • Geschmack: Leicht, intensiv fruchtig
  • Passt zu… Gebratenem Rind- und Lammfleisch in dunkler Sauce, Schwein- und Kalbfleisch, Ente, Wildente und Wachtel

 

Geschichte, Herkunft und Bedeutung

Der Cabernet Sauvignon, eine der bekanntesten Rebsorten der Welt, hat seine Wurzeln im Bordelaise in Bordeaux in Südwest-Frankreich.Im Jahr 1635 wurde die Rebsorte urkundlich erwähnt, seit dem 18. Jahrhundert wurde sie in Bordeaux verstärkt angebaut. Der Cabernet Sauvignon geht auf eine Kreuzung von Sauvignon Blanc und Cabernet Franc zurück. Anbau,

Anbauländer & -fläche

Weinrebe vor der Ernte

Weinrebe vor der Ernte

Mit über 200.000 Hektar Anbaufläche gehört der Cabernet Sauvignon zu jenen zehn Weinsorten, die weltweit am häufigsten angebaut werden. Mit über 55.000 Hektar Anbaufläche ist das Hauptanbaugebiet Frankreich – etwa die Hälfte dieser Fläche entfällt auf die Weinregion Bordeaux, die fantastische Weine hervorbringt und wo angeblich die besten Winzer der Welt am Werke sind. Weitere wichtige Anbaugebiete sind Chile, Argentinien, USA, Australien und Südafrika. In Europa wird die Rebsorte auch in Italien, derSchweiz, in Spanien und in Deutschland angebaut.

Die Rebe

Die Rebsorte selbst ist von aufrechtem Wuchs. Weil die Pflanze spät austreibt, ist sie vor Frühjahrsfrösten gut geschützt; anfällig ist sie hingegen für die Schwarzfleckenkrankheit und für den Echten Mehltau. Die Rohfäule kann ihr hingegen wenig anhaben.Die Trauben selbst sind klein, blauschwarz und haben eine dicke Schale. Die Traube selbst hat eine konische bis zylindrische Form und ist sehr dichtbeerig.

Farbe & Geschmack

Typischerweise leuchtet der Rotwein in tiefdunklem Rot – diese Farbe erhält der Wein durch die Trauben, die besonders viele Kerne, Tannine und Farbstoffe enthalten. Aus diesem Grund eignen sich die Cabernet Weine sehr gut für einen Barrique-Ausbau und für die lange Lagerung im Keller. Durch den Barrique-Ausbau wird der Cabernet feiner. Kenner erahnen aus einem Glas Cabernet Sauvignon, der meist intensiv fruchtig schmeckt, die Aromen von schwarzen Johannisbeeren und grünem Paprika. Auch Nuancen von Vanille, Lakritze oder Zeder kommen im Wein vor. Der Wein schmeckt wegen des hohen Tanningehaltes eher trocken. Es gilt als Besonderheit der Sorte, dass der typische Geschmack des Cabernet Sauvignon stets erhalten bleibt – ob er nun in Bordeaux oder in Australien angebaut wurde. Zu den international beliebtesten Weinen gehören Cuvées aus Merlot und Cabernet Sauvignon. Der Preis pro Liter für den Cabernet Sauvignon hängt von Jahrgang, Lage und Weinanbaugebiet ab.

Foodpairing: Cabernet Sauvignon passt zu…

Rotwein als Getränk zum Essen

Rotwein als Getränk zum Essen

Ein Glas Cabernet Sauvignon ist der perfekte Begleiter für gebratenes Rind- oder Lammfleisch mit Gemüse und dunkler Sauce.
Die Cabernet Weine harmonieren generell gut mit fetthaltigerem Fleisch, weil das Fett den Gaumen ummantelt und so die ungestümen
Tannine etwas abhält. So wirkt der Wein weicher und feiner.
Servieren Sie also zu Cabernet auch Schwein- oder Kalbsfleisch, oder aber Ente, Wildente und Wachtel. Auch Gerichte mit einem klaren Geschmacksfokus passen zu Cabernet. Brückenstoffe, die Speise und Wein delikat miteinan der verbinden, sind Walnüsse, Steinpilze, schwarze und grüne Oliven, schwarzer Pfeffer, Senf oder geröstete Tomaten. Diese dürfen also gerne als Beilage zum Fleisch auf
dem Teller landen