Flasche Weißwein , Trauben und Korken

Chardonnay

Steckbrief

  • Synonyme: Arnoison, Beaunois
  • Heimat: Burgund
  • Hauptanbauländer: Frankreich, USA, Chile, Australien
  • Anbaufläche: 175.000 ha
  • Beeren: rundlich bis oval, klein bis mittelgroß
  • Farbe: hellgelb & klar
  • Aroma: Apfel, Stachelbeeren, Walnuss, Buttercreme
  • Geschmak: körperreich, vordergründige Säure, hoher Alkoholgehalt
  • Passt zu…Fisch, Meeresfrüchten, Pilze, Trüffel, Geflügel

 

Geschichte, Herkunft & Bedeutung

Mit rund 175.000 angebauten Hektar belegt der Chardonnay den 8. Platz in der Rangliste der am häufigsten angebauten Rebensorten der Welt; er ist damit die am öftesten angebaute Weinrebe mit weißen Trauben – und weltweit äußerst beliebt. Ursprünglich ist der Chardonnay in Burgund beheimatet, wo er nach wie vor angepflanzt wird und die besten Früchte trägt. Die Sorte selbst ist wohl, so legen Studien nahe, als natürliche Kreuzung der Weine Pinot und Gouais Blanc entstanden. Die bekanntesten Chardonnay-Weine kommen aus Frankreich und

Weintrauben vor der Ernte

Weintrauben vor der Ernte

wachsen in Chablis, in Puligniy-Montrachet, in Meursault und in Corton-Charlemagne.
Anbau, Anbauländer & -fläche
Der Chardonnay, der vor allem seit der Jahrtausendwende stetig an Beliebtheit gewonnen hat, wird in allen Weinbauregionen der Welt angepflanzt. Die größte Anbaufläche hat die Rebe in den USA (ca. 45.000 ha; vor allem in Kalifornien) und in Australien (ca. 35.000 ha). Auch in seiner Heimat, in Frankreich, sind etwa 44.000 Hektar Grund mit Chardonnay bepflanzt. Angebaut wird er vor allem in Chablis und in Burgund, aber auch in der Champagne – rund 30 % des Champagners werden aus Chardonnay gewonnen. In Italien sind etwa 12.000 Hektar mit Chardonnay-Reben bestockt – vor allem im Trentino, in Veneto und in Südtirol. Weitere Anbauländer sind Deutschland, Österreich, die Schweiz, Moldawien, Slowenien, Chile und Argentinien.

 

Die Rebe

Dass die Chardonnay-Rebe zu den beliebtesten Wein-Reben überhaupt gehört, hängt auch damit zusammen, dass sie relativ anspruchslos ist, was ihre Lage betrifft: Die Rebsorte mag einfache, kalkhaltige Böden und ist nicht auf gemäßigte klimatische Bedingungen angewiesen. Damit können durchaus auch in kühleren Gegenden, wie z. B. in Deutschland oder in der Schweiz, qualitativ hochwertige Weine angebaut werden. Die Chardonnay Früchte haben hohes Qualitätspotential und sind wenig anfällig gegen Krankheiten wie Echten und Falschen Mehltau. Weil die Rebe früh austreibt, sind die Trauben allerdings für Frühjahr-Spätfröste anfällig. Die Trauben der Rebsorte sind klein bis mittelgroß, rundlich bis oval und von grüngelber bis bernsteinener Farbe geprägt. Die Schale ist dünnhäutig bis mittelstark ausgeprägt. Rein äußerlich ist die Rebsorte Chardonnay kaum vom Weißburgunder zu unterscheiden. Zwischen dem Weißburgunder, dem Pinot blanc und dem Chardonnay wurde deshalb für lange Zeit auch nicht differenziert – nur geschulte Ampelographen erkennen die Unterschiede zwischen den einzelnen Rebsorten.

 

Farbe & Geschmack

Antipasti und Weißwein

Antipasti und Weißwein

Das Aroma des Chardonnays ist dezent und weniger intensiv als zum Beispiel jenes des Riesling Weines; dennoch zeichnet sich der Wein durch seinen Körperreichtum aus. Die Säure steht meist klar im Vordergrund.
Eine besondere Freude für Kenner ist, dass der Wein die Lage des Weinbergs gut zum Ausdruck bringt: Chardonnays aus dem Burgund sind oft eigenwillig und wirken distanziert, umfassen Noten von Äpfeln oder Stachelbeeren – ähnlich wie der Sauvignon.

Der Weißwein aus Übersee schmeckt hingegen oft sehr kräftig und gehaltvoll. Chardonnay Weine aus den USA, die in Barrique ausgebaut wurden, enthalten oft Aromen von Sahne und Buttercreme, von Haselnüssen oder Toast. Auch Noten von gerösteten Kaffeebohnen oder Kokosnuss kommen im Wein vor. Schmeckt der Chardonnay dünn und grasig, dann waren die gekelterten Trauben noch nicht reif genug und der Wein ist von minderer Qualität.

 

Foodpairing: Chardonnay passt zu…

Vor allem junger Chardonnay passt mit seinem niedrigeren Alkoholgehalt gut zu Fisch und Meeresfrüchten, auch als Begleiter für Hummer und Krebse ist er ideal. Chardonnay, der im Barrique ausgebaut wurde, passt gut zu Butter- und Sahnesaucen, zu weißem Fleisch und Geflügel, zu Pilzgerichten und Trüffel. Auch zu würzigem Käse ist ein kräftiger Chardonnay gefällig.