Weißwein

Pinot Blanc

Steckbrief

  • Synonyme:  Weißburgunder, Pinot bianco, Klevner
  • Heimat: Frankreich
  • Hauptanbauländer:  Frankreich, Italien, Deutschland, Schweiz
  • Anbaufläche:  18.000 ha
  • Beeren:  klein bis mittelgroß & leicht eiförmig, sphärisch
  • Farbe:  hellgelb, klar & strahlend
  • Aroma: Pfirsich, Aprikose, Apfel, Zitrone, Nüsse
  • Geschmack:  frisch, zart mit feiner Säure
  • Passt zu… leichten Gerichten, z. B. Salate, Spargel, Fisch, Thai-Gerichten

 

Geschichte, Herkunft & Bedeutung

Reife Trauben am Weinstock

Reife Trauben am Weinstock

In den vergangenen Jahren wird die vor allem in Europa verbreitete Rebe wieder vermehrt angebaut. Der dezente Geschmack des Pinot Blanc macht ihn zum beliebten Partner von anderen Burgundersorten, die gemeinsam zum Cuvée verarbeitet werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist der Weiße Burgunder eine Mutation aus dem Grauburgunder, der wiederum aus dem Spätburgunder entstanden ist. Die Weinrebe ist bereits seit dem 14. Jahrhundert bekannt – woher sie ursprünglich genau stammt, ist noch nicht geklärt, wohl aber aus Frankreich.

Anbau, Anbauländer & -fläche

Eines der größten Hauptanbaugebiete der Weinrebe ist mit etwa 1.400 ha Frankreich – vor allem im Elsass und im Burgund wird die Rebsorte angebaut, allerdings nur als Ergänzung zum Chardonnay. Auch in Italien trifft man häufig auf den dort Pinot bianco genannten Wein. Vor allem in Norditalien, in Südtirol, Venetien, der Lombardei und in Friaul, ist der Pino bianco beliebt. Weitere Anbaugebiete sind Österreich (Steiermark, Niederösterreich, Burgenland), die Schweiz und Luxemburg. Rund 3.600 ha Anbaufläche entfallen auf Deutschland – dort wächst die Sorte vor allem in Rheinhessen, in der Pfalz und in Baden.

Die Rebe

Die Beeren des Rebenstocks sind rundlich bis oval, mittelgroß und von einer grün-geblichen Farbe mit einer dünnhäutigen bis mittelstarken Schale. Weil der Weißburgunder früh austreibt, ist er gegenüber späteren Frühjahrsfrösten empfindlich. Insgesamt gilt der weiße Wein den Winzern als eine der weinbaulich schwierigsten Rebsorten: zum einen, weil sie empfindlich auf Temperaturschwankungen reagiert, zum anderen, weil die dünnschalige Beere schnell aufplatzen kann. Auch gegen allerlei Krankheiten kann sich der Pinot Blanc schlecht verteidigen – er ist sowohl für Echten und Falschen Mehltau, für Rohfäule und Virusbefall anfällig. Ideale Umgebung für den Rebstock sind sonnige, südseitige Hanglagen in kühlen Weinbaugebieten, die einen fruchtbaren und kalkhaltigen Boden aufweisen.

Farbe & Geschmack

Trauben bei der Lese

Trauben bei der Lese

Ein Glas Pinot Blanc zeichnet sich durch seine hellgelbe, klare, strahlende Farbe aus und passt somit auch optisch perfekt zu einem Sommernachmittag. Weich und vollmundig, charakterisiert den Pinot Blanc eine feine Säure mit zarter Süße in der Frucht, die im Abgang Noten von Zitrusfrüchten, z. B. Zitrone, erkennen lässt. Weinkenner erkennen auch Aromen von Birnen und Äpfeln, Aprikosen oder Kräutern.
Das zarte, fast neutrale Bukett wird leicht nussig, wenn der Pinot aus sehr stark gereiften Früchten hergestellt wird. Das nussig-mandelige Bukett entsteht auch dann, wenn die Weine länger in kleinen Eichenfässern gelagert werden und als Barrique reifen. Der Großteil des Weins wird trocken ausgebaut, einige Winzer verwandeln die Trauben jedoch auch in edelsüße Weine und in Sekt.

Foodpairing: Pinot Blanc passt zu…

einem herrlichen Sommerabend – er macht sich sehr gut als Aperitif, gekühlt serviert selbstverständlich. Außerdem ist ein Glas weißer Wein dieser Rebsorte ein toller Begleiter zu leichten Mahlzeiten, wie z. B. zu Fisch, zu Meeresfrüchten, zu hellem Fleisch und Geflügel sowie zu thailändischen Gerichten. Wegen seines zurückhaltenden Geschmacks passt er auch zu Salaten oder Spargel. Wenn der Pinot Blanc bereits eine lange Reifung im Eichenfass hinter sich hat und als Barrique ausgebaut wurde, passt er auch zu Lamm.