(Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz) Bad Kreuznach, 04.12.2009

Pfalz glänzt mit Gold, Silber und Bronze

Ein Großer Staatsehrenpreis und die hohe Zahl von 27 Staatsehrenpreisen markieren in diesem Jahr den außergewöhnlichen Erfolg der pfälzischen Winzer bei der Landesprämierung für Wein und Sekt. Das Prämierungsjahr 2008/2009 wurde für das Anbaugebiet Pfalz jetzt mit der Prämierungsfeier im Neustadter Saalbau abgeschlossen. Der Präsident der für die Prämierung verantwortlichen Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz Ökonomierat Norbert Schindler MdB zeichnete dabei die besten Weine und Sekte der Landesprämierung mit einer der begehrten Kammerpreismünzen in Gold, Silber und Bronze aus.

Für das Land Rheinland-Pfalz verlieh Staatssekretär Prof. Dr. Siegfried Englert den Großen Staatsehrenpreis, die höchste Auszeichnung des Landes im Weinbaubereich, an das Weingut Egon Schmitt aus Bad Dürkheim sowie 27 Staatsehrenpreise an Betriebe aus dem Anbaugebiet Pfalz. Weitere vierzehn Weingüter wurden mit Ehrenpreisen der Städte und Landkreise, von Kammern und Verbänden sowie der Landfrauenverbände geehrt. Staatsehrenpreise und Ehrenpreise erhalten nach den Prämierungsbestimmungen der Kammer Betriebe, die über längere Zeiträume regelmäßig bei der Landesprämierung erfolgreich sind. 1.699 Weinbaubetriebe hatten in diesem Jahr an der rheinland-pfälzischen Landesprämierung für Wein und Sekt insgesamt teilgenommen. Aus den sechs Anbaugebieten des Landes schickten sie ihre besten Erzeugnisse in das Rennen um Gold, Silber und Bronze. Im Prämierungsjahr 2008/2009 zählte die veranstaltende Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz 18.113 Anstellungen. Am Ende glänzte auch die Pfalz in Gold, Silber und Bronze.

Sechsmal im Jahr haben Weingüter, Erzeugergemeinschaften und Kellereien Gelegenheit, ihre besten Erzeugnisse von einer unabhängigen Fachjury prüfen und bewerten zu lassen. Diese vergibt im Anschluss an eine verdeckte Probe Punkte und bei entsprechend hohen Punktzahlen die Medaillen, die dann in Form einer Plakette auf der Flasche den prämierten Wein kennzeichnen und damit auf seine besondere Güte hinweisen. Bei der Prämierungsfeier in Neustadt an der Weinstraße betonte Präsident Schindler das Ziel der Landwirtschaftskammer, mit dem Prämierungswettbewerb einen zusätzlichen Anreiz für das Streben nach bester Qualität zu geben. 566 Betriebe aus dem Anbaugebiet Pfalz hatten sich im Prämierungsjahr 2008/09 dieses Ziel zu Eigen gemacht und es mit 7.985 zur Prämierung angestellten Weinen und Sekten in eindrucksvoller Manier auch erreicht. Belohnt wurden die Anstrengungen der Betriebe für die Weine von der Deutschen Weinstraße mit 1.212 mal Gold, 3.697 mal Silber und 2.097 mal Bronze. Die ungewöhnlich hohe Prämierungsquote dokumentiert die großartige Leistung der Winzer und die besondere Güte der Weine des Jahrgangs 2008, die von den Medaillen jetzt widergespiegelt werde.

In der Pfalz liegen unverändert die Weißweine vorn (62 Prozent), wobei der Riesling am häufigsten vertreten war (23 Prozent). 78 Prozent der aus der Pfalz angestellten Weine waren trocken und halbtrocken. Mit insgesamt 67 Prozent der Prämierungen war der Jahrgang 2008 am stärksten vertreten (2007: 32 Prozent). Von den zur Prämierung angestellten 274 Sekten waren 94 Prozent (extra-) trocken oder (extra-) brut.

Die Kammerpreismünze auf der Flasche hat für Präsident Schindler die Funktion eines einprägsamen Markenzeichens, mit dem der Verbraucher objektiv geprüfte Qualität und garantiert hohe Wertigkeit verbinde. Für Winzer und Kellereien sei die Kammerpreismünze damit Standortbestimmung und unmittelbare Vermarktungshilfe, für den Verbraucher Orientierungshilfe in einem großen manchmal unübersichtlichen Weinangebot.