(Deutsches Weininstitut) Mainz, 22.01.2009

Weine aus deutschen Regionen zunehmend beliebt

Die Deutschen schätzen ihre Weine immer mehr. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, stammte im vergangenen Jahr nahezu jede zweite hierzulande eingekaufte Weinflasche (49,4 %) aus deutscher Erzeugung. Mit einem Absatzplus von 4 % entwickelten sich die heimischen Weine deutlich besser als der Gesamtmarkt, der im vergangenen Jahr mit einem Absatzrückgang von 1,3 % leicht rückläufig war.

Die Verbraucher gaben 2008 jedoch mehr Geld für Wein aus als im Vorjahr. Der Weinumsatz in Deutschland stieg im letzten Jahr insgesamt um 2,2 %. Die Weine deutscher Herkunft legten im Umsatz überdurchschnittlich um 7,4 % zu, wodurch sich ihr Marktanteil am Gesamtumsatz auf 54,7 % erhöht hat. An zweiter Position lagen Weine aus Frankreich die einen umsatzmäßigen Anteil von 13,6 % haben, gefolgt von Italien mit 12,7 % und Spanien mit 5,9 %.

„Wir sind sehr erfreut, dass sich unsere Weine in diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld so gut behauptet haben und ihre Marktstellung weiter ausbauen konnten“, kommentiert DWI-Geschäftsführerin Monika Reule die aktuelle Weinmarktentwicklung.

Roséwein legt zu

Größten Zuspruch erfuhren in 2008 Rotweine. Sie machten wie bereits im Vorjahr rund 53 % der Weineinkäufe aus. Weißweine wurden etwas weniger nachgefragt (-3 %), dafür haben die Roséweine im Absatz um 7,5 % zugelegt und kamen 2008 auf einen Marktanteil von 9 %.

Durchschnittspreis für Wein im LEH gestiegen

Der Durchschnittspreis für die im Lebensmittelhandel inklusive Discount eingekauften Weine ist 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 11 Cent auf 2,49 € pro Liter gestiegen. Den deutschen Weinen brachten die Verbraucher eine höhere Wertschätzung entgegen. Für sie zahlten sie pro Liter durchschnittlich 2,67 € und damit 31 Cent mehr als für Weine ausländische Herkunft.