(VDP) Gau-Algesheim, 04.01.2010

Die VDP Prädikatsweingüter starten ins Jubiläumsjahr: Ost- und Süderweiterung

Zum 1. Januar 2010, im Jahr „Hundert“ des Verbandes, nehmen die VDP Prädikatsweingüter drei Güter neu auf: In Baden dürfen sich die Winzer Thomas Seeger aus Leimen und Konrad Schlör aus Reicholzheim über ihre VDP-Mitgliedschaft freuen. In Sachsen erhält Winzer Klaus Zimmerling aus dem Dresdner Stadtteil Pillnitz die Auszeichnung einer VDP-Mitgliedschaft. Damit zählt die älteste Vereinigung von Spitzenweingütern der Welt in ihrem 100.Geburtstagsjahr 196 Mitglieder. „Die Marke VDP ist dank der konsequenten Qualitätspolitik der vergangenen 20 Jahre heute stärker denn je. Für Weingenießer ist der VDP-Traubenadler ein Prädikat und Einkaufsguide zugleich, denn der VDP ist alles andere als ein ‘closed shop’. Er muss und wird sich auch in Zukunft ständig erneuern.“, so Steffen Christmann über die strategische Ausrichtung des international anerkannten Verbandes.

Klaus Zimmerling, Sachsen – Pioniergeist und kleinste Mengen

Klaus Zimmerling arbeitet am nordöstlichsten Rand des Weinbaumöglichen. Er hat gelernt, das ausgeprägte kontinentale Klima in Sachsen mit den eher kleinen, aber geschmackvollen Trauben optimal zu nutzen um „den Wein in seiner Natürlichkeit zu bewahren“. Zimmerling, der seine Weinberge im Pillnitzer Königlichen Weinberg auf Gneis und Granit streng ökologisch bewirtschaftet, erntet unter diesen Bedingungen regelmäßig nur 20-30 Hektoliter pro Hektar. Ausdrucksvoll und besonders sind die Etiketten des Weingutes mit Abbildungen von Plastiken seiner Frau Malgorzata Chodakowska – und ein Zeugnis der gelebten Verbindung von Wein und Kunst.

Klaus Zimmerling, Bergweg 27, 01326 Dresden, Tel.: 0351 2618752, Fax: 0351 2618752, info@weingut-zimmerling.de, www.weingut-zimmerling.de

Konrad Schlör, Baden – Spitzenweine im Taubertal

“Meine Motivation ist die Leidenschaft, das ganze Jahr qualitätsbewusst zu arbeiten; besser zu werden, Fehler zu vermeiden und kreativ zu bleiben,!“ Konrad Schlör hat gezeigt, dass Weine aus dem Taubertal zur Qualitätsspitze Deutschlands gehören. Auf Muschelkalk und Buntsandsteinböden pflanzt das Weingut seit 1984 regionentypische Rebsorten wie Spätburgunder, Schwarzriesling, Weißer Burgunder und Silvaner. 15 Jahre danach ist Schlör mit seinen Weinen unter den Besten angelangt. Top-Platzierungen beim Deutschen Rotweinpreis und positive Kritiken der wichtigsten Weinführer sind für Konrad Schlör und seine Familie Bestätigung und Ansporn zugleich.

Weingut Schlör, Martin-Schlör-Str. 22, 97877 Wertheim-Reicholzheim, Tel: 09342 4976, Fax: 09342 6959, info@weingut-schloer.de, www.weingut-schloer.de

Thomas Seeger, Baden – Große Tradition

Thomas Seeger hat das Jahrhunderte alte Weingut der Familie in die Spitze in Deutschland geführt. Sein Anspruch klingt einfach: Wein muss schmecken. Qualität entsteht im Weinberg und Thomas Seeger sieht es als seine Aufgabe, diese auf möglichst geradem Weg in die Flasche zu bringen. Damit lebt Seeger die Qualitätsphilosophie des VDP und gehört zu einer Generation von Winzern, die in den 80er und 90er Jahren den Aufbruch des deutschen Weins zu neuen Höhen eingeleitet haben.

Weingut Seeger, Rohrbacher Strasse 101, 69181 Leimen, Telefon: 06224 72178, Fax: 06224 78363, info@seegerweingut.de, www.seegerweingut.de

Hintergrund:

Mit den jüngsten Neuaufnahmen liegt die Zahl der VDP Prädikatsweingüter bei 196. Im Vergleich: Im Jahr 1990 zählte die Mitgliederliste des VDP insgesamt 161 Weingüter. Seither haben 73 Weingüter den Verband verlassen und 108 sind in die Riege der Spitzenweingüter aufgenommen worden. Ein Ergebnis, das mit der konsequenten Qualitätsphilosophie der Prädikatsweingüter auf der einen Seite und der Offenheit talentierten und qualitätsorientierten Newcomern gegenüber zu erklären ist.