(suwa wortwahl) Appenweier, 22.02.2010

Fassweinprobe mit Alexander Laible auf der Bühlerhöhe

Der Shootingstar der deutschen Weinszene und Koch-Aufsteiger Schormann im Gleichklang

Der Senkrechtstarter der deutschen Weinszene, Alexander Laible aus Durbach präsentierte von seinem jungen Weingut die ersten Fassproben aus dem Jahrgang 2009. Küchenchef Matthias Schormann vom Schlosshotel Bühlerhöhe und Team hatten dazu im wieder eröffneten Gourmetrestaurant Imperial ein ausgeklügeltes Fisch-Menü serviert.

Mit dieser Veranstaltung gab es im Schlosshotel Bühlerhöhe einen Vorgeschmack auf „Laible hoch drei“ am Freitag, 12. März. Dort werden der Malscher Künstler Fritz Laible und der Schmuckdesigner Heinz Laible zusammen mit Alexander Laible Kostbarkeiten in allen Variationen bieten. Damit engagiert sich das Luxushotel auch wieder verstärkt in der Region. Die Laible-Triologie auf der Bühlerhöhe soll nur ein erster Schritt sein. Die Bühlerhöhe führt so „drei Koryphäen aus der Region zusammen“, wie Hoteldirektor Heinz H. Imhof betont und bietet diesen eine attraktive Plattform. „Wein, Kunst und Schmuck das ist Laible hoch drei“.

Der Genussbotschafter des Ländles und Europas Nachwuchswinzer Nummer eins, Alexander Laible hatte wenige Stunden zuvor die Fassproben gezogen und den Gästen am Abend präsentiert, in launig authentischer Manier mit hohem Unterhaltungswert. Für den Weinmacher war es selbst interessant, wie seine Weine wohl in 800 Metern Höhe schmecken würden. „Spannend“ lautete das einhellige Urteil aller Beteiligten. Ein Riesling Alte Reben überzeugte sehr barock im Duft, ein „Paradebeispiel für einen Top-Seller“. Mittlerweile macht er 20 Weine, darunter auch Exoten wie Lemberger. Überhaupt produziert der Nachwuchswinzer Kollektionen, die vor allem nach seinem Geschmack sind. Das kommt auch bei den Kunden an. Auf die Frage wie viele Mitarbeiter er denn habe, deutet seine Lebensgefährtin Corinna Huber mit einem Kopfnicken auf ihn. „Weniger schlafen und schneller laufen“, lautet der Kommentar des ersten Dieners im eigenen Betrieb.

Schnelligkeit ist bei seinen Weinen dagegen tabu. Er zelebriert eher die Langsamkeit. Die weine werden so langsam und schonend wie möglich ausgebaut. Darin liegt ein Geheimnis seiner Weine. So fügten sich die Laible-Weine schmiegsam an die dezenten Fischgerichte aus der Küche von Matthias Schormann. Und zur schokoladigen Nascherei gab es eine Riesling Beerenauslese des Jahrgangs 2007.

Seinen ersten Jahrgang hat er 2007 platziert. Sein Weingut, die ehemalige Weilersche Mühle in Durbach-Ebersweier, liegt genau in der Mitte zwischen seinen Rebanlagen in Sinzheim und Lahr. Und als gebürtiger Durbacher ist er so seiner Heimat treu geblieben und nur einen Steinwurf weit weg vom elterlichen Weingut, wo schon seit 1672 und „wahrscheinlich noch länger“ Weine ausgebaut werden.

Gesucht und gefunden haben sich der „Aufsteiger des Jahres 2010“ Matthias Schormann und „die Entdeckung des Jahres 2009“ im Gault Millau, Alexander Laible. Beide betreiben ihr Geschäft mit Leidenschaft, der eine in der Küche des Schlosshotels Bühlerhöhe, der andere in Rebanlagen und Weinkeller. Die Gäste dürfen also gespannt sein, was im wieder belebten Gourmetrestaurant Imperial dank Schormanns Ideen und Kreativität alles auf den Teller gezaubert wird. Der vom Magagzin „Der Feinschmecker“ für den Wein Oskar 2010 nominierte Nachwuchswinzer setzt damit seine Erfolge in der deutschen Spitzengastronomie fort. Laible liebt es, direkt mit dem Weingenießer ins Gespräch zu kommen. Nun sieht er mit Spannung der Preisverleihung am 20. März auf Schloss Bensberg entgegen und hofft natürlich auf die begehrte Platzierung.