(Landesmesse Stuttgart) Stuttgart, 16.03.2010

Kanzlerin kommt zur IVIF nach Stuttgart

Angela Merkel beim Festakt der INTERVITIS INTERFRUCTA am 24. März / Kongresseröffnung mit Prof. Klaus Töpfer und OIV-Präsident Yves Bénard

Prominente Gäste auf der INTERVITIS INTERFRUCTA 2010 vom 24. – 28. März in der Neuen Messe Stuttgart: Bundeskanzlerin Angela Merkel hält die Festrede beim Festakt am Abend des 24. März, Ministerpräsident Stefan Mappus und OB Wolfgang Schuster werden Grußworte an die Gäste aus der ganzen Welt sprechen. Zur Eröffnung des IVIF-Kongresses am Morgen kommt neben dem Präsidenten der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV), Yves Bénard, und Mireia Torres vom gleichnamigen Weinimperium aus Katalonien auch Prof. Klaus Töpfer, früherer Leiter des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen und heute Gründungsdirektor des Spitzenforschungsinstituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit in Potsdam (Institute for Advanced Sustainability Studies). Motto des vom Deutschen Weinbauverband (DWV) gemeinsam mit Partnerorganisationen der Wein-, Obst-, Fruchtsaft- und Spirituosenbranche parallel zur Messe veranstalteten IVIF-Kongresses: „Qualität – Nachhaltigkeit – Markt: Impulsgeber für Innovationen“.

Zur INTERVITIS INTERFRUCTA 2010, der ersten im neuen Gelände am Stuttgarter Flughafen, erwarten der DWV und die Messe Stuttgart rund 600 Aussteller und 40.000 Fachbesucher aus der ganzen Welt. Auf Ausstellerseite vertreten sind 28 Länder, der Auslandsanteil liegt erneut bei weit über 30 Prozent. Die größte Gruppe nach Deutschland stellen die Unternehmen aus Italien, gefolgt von Frankreich, Österreich, der Schweiz und Slowenien. Erstmals stellen auch Firmen aus Tschechien, Indien, Südafrika und Serbien in Stuttgart aus. Insgesamt werden 60.000 Quadratmeter Hallenfläche belegt sein. „Auf der IVIF 2010“, so LMS-Geschäftsführer Ulrich Kromer, „gibt es die komplette Prozesskette für die Produktion von Wein, Obst, Fruchtsaft und Spirituosen zu sehen.“

Novum: bei der INTERVITIS INTERFRUCTA 2010 finden die bei den Fachbesuchern stets sehr beliebten Maschinenvorführungen erstmals unter Dach statt in Halle 9. Den Zuschauern wird so täglich um 14 Uhr eine vom Wetter unabhängige Demonstration von Maschinen und Produkten aus dem Ausstellungsbereich Anbau- und Erntetechnologie geboten, mit gegenüber dem Killesberg deutlich vergrößerter Anzahl der Sitzplätze auf den Tribünen.

Das im Herbst 2007 eröffnete Stuttgarter Messegelände bietet den 40.000 erwarteten Fachbesuchern aus über 70 Ländern neben perfekter Anbindung und Infrastruktur eine sehr klare und einfache Orientierung. Der Ausstellungsbereich Anbau und Erntetechnologie befindet sich in Halle 1 (L-Bank-Forum), direkt am Eingang Ost. Die beiden Messebereiche Verarbeitung & Prozesssteuerung sowie Abfüll- & Verpackungstechnologie sind gleichfalls in der Nordspange in den Hallen 3 und 5 konzentriert. Wer sich speziell für Marketing & Organisation interessiert, sollte die Halle 7 ansteuern. Dort wartet neben dem „Treffpunkt der Verbände“ die „Wine Lounge“ mit einer Präsentation aller deutschen Anbaugebiete und dem benachbarten Cateringbereich auf Gäste. Die Deutsche Weinakademie (DWA) stellt gemeinsam mit dem europäischen Dachverband Comité Vins an ihrem Stand das europäische Präventionsprogramm „WINEinMODERATION“ vor. Parallel dazu gibt es am Freitag, 26. März, ein öffentliches Symposium zu diesem Thema im ICS Internationales Congresscenter Stuttgart. Halle 7 ist während der INTERVITIS INTERFRUCTA auch Heimstatt der Hochschulen und Forschungsanstalten sowie des Sonderbereiches Wein und Architektur. Im Forum werden vorbildliche Neu- und Umbauprojekte vorgestellt, desgleichen die Gewinner des Architekturpreises der Architektenkammer Rheinland-Pfalz.

Gleichfalls in Halle 7 wird sicher wieder der Wein-Verkostungsworkshop der INTERVITIS INTERFRUCTA 2010 tausende von Profis aus dem In- und Ausland anziehen. Schmeckt man die Art der Rebenerziehung? Welchen sensorischen Einfluss hat die Hefe? Wie wirken sich Alkoholmanagementmaßnahmen im Weinberg, im Keller auf der Zunge aus? – Mehr als 250 Weine aus weinbaulichen und kellerwirtschaftlichen Versuchen wird der Verkostungsworkshop umfassen. Hierzu haben die Lehr- und Forschungsanstalten der weinbautreibenden Bundesländer, der Bund Deutscher Oenologen und das Bundesinstitut für Rebenzüchtung ihre Keller geöffnet. Sie stellen aus einer nur limitiert zur Verfügung stehenden Auflage an Versuchsweinen Probeflaschen für den IVIF-Verkostungsworkshop zur Verfügung und ermöglichen damit allen Interessierten einen sensorischen Ein- und Überblick zu einem wichtigen Forschungsbereich in den verschiedenen Weinbauregionen.

Last but not least wird die Halle 7 vom 24. – 28. März auch zur Präsentationsbühne für die Gewinner des IVIF-Innovationspreises. Aus 65 Anstellungen aus acht Ländern, so DWV-Generalsekretär Dr. Rudolf Nickenig, „hat eine international besetzte Jury mit Vertretern von Wissenschaft und Praxis aus der Wein- und Obstwirtschaft am Ende 34 Innovationen ausgezeichnet“. Die elf besonders heiß begehrten Gold-, Silber- und Sonderpreise der INTERVITIS INTERFRUCTA 2010 werden im Rahmen des Festaktes am Abend des 24. März in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel im ICS überreicht. Der internationale IVIF-Kongress, zu dem mehr als 1.000 Experten von allen Kontinenten in Stuttgart erwartet werden, steht unter dem Motto Nachhaltigkeit und gliedert sich in zahlreiche Module auf zu Themen wie Anbauverfahren im Klimawandel, neue Methoden zur Erfassung von Qualitätsparametern, Förderung des Steillagen- und Terrassenweinbaus, Mikroorganismen – alkoholische Gärung, Wein und Tourismus, ökologischer Weinbau oder Trends in der Trauben- und Weinanalytik.

Erstmals findet die INTERVITIS INTERFRUCTA in enger Kooperation mit der Düsseldorfer ProWein (21. – 23. März) statt. Diese „Auslese aus Handel und Technik“ bietet internationalen Weinproduzenten die einmalige Chance, innerhalb einer Woche die Düsseldorfer Fachmesse für Weine und Spirituosen als Plattform zur Vermarktung ihrer Weine zu nutzen und sich im direkten Anschluss in Stuttgart über den neuesten Stand der Technik zur Herstellung ihrer Produkte zu informieren.