(Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz) Mainz, 20.04.2010

Rodungsprogramm: Anträge bis 15. September möglich

Letztmalig im Weinwirtschaftsjahr 2010/2011 werden von der Europäischen Union im Rahmen ihres Rodungsprogramms Prämien für die Rodung von Weinbergsflächen gewährt. Anträge können bis zum 15. September 2010 gestellt werden. Darauf hat das rheinland-pfälzische Weinbauministerium hingewiesen.

Die Anträge sind bei den Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR) erhältlich und werden dort auch bearbeitet. Sie müssen spätestens bis zum 15. September 2010 bei dem zuständigen DLR vorliegen.

Anträge können für alle Rebflächen in Flach- und Steillagen gestellt werden. Das gilt auch für abgegrenzte Steillagen und zwar unabhängig davon, ob sie als „Rodungsflächen” ausgewiesen sind oder nicht. Es können auch Prämien für Teilflächen eines Betriebs im Umfang von mindestens 10 Ar gewährt werden. Ausgeschlossen sind Rebflächen, die nach 2000 gepflanzt und Rebflächen, die bisher nicht ordnungsgemäß bewirtschaftet wurden. Die Prämie wird nur dann gewährt, wenn der Weinberg vollständig geräumt wird. Die Stöcke müssen aus dem Boden entfernt und das Rebholz zerkleinert oder von der Anlage geräumt sein. Die Rodung muss bis zum 31. Juli 2011 abgeschlossen sein.

Die Höhe der Prämie richtet sich nach dem Durchschnittsertrag des Betriebes und kann bis zu 12.300 Euro pro Hektar betragen. Rodungswilligen Winzern empfiehlt das Ministerium, vor der Antragstellung mit ihrem zuständigen DLR Kontakt aufzunehmen.