Würzburg, 02.05.2011

Fragt man bei den Leuten nach, so die besten Weine herkommen, so würde wahrscheinlich zum großen Teil Länder wie Deutschland, Frankreich, Italien oder Spanien genannt werden. Man denkt komischerweise selten weiter weg, wie beispielsweise an Afrika. Während meiner “Südafrika Weinsafari” habe ich jedoch gemerkt, wie gut die Weine dort sind und dass jeder etwas verpasst hat, der noch nicht mit Weinen aus Südafrika in Berührung gekommen ist.

Südafrika erfährt seit vielen Jahren einen enormen Aufschwung, was den Weinexport angeht. Es werden qualitativ sehr hochwertige Rot- und Weißweine dort hergestellt, die auch in europäische Länder exportiert werden. Für das Land ist der Verkauf des eigenen Weines eine gute Einnahmequelle und bringt die Wirtschaft im eigenen Land enorm voran.

Da es in vielen Bereichen Afrikas zu heiß und zu trocken ist, beschränkt sich der Weinbau eher auf die südlichen und nördlichen Bereiche des Kontinents. Dort aber findet man nahezu optimale Bedingungen für den Anbei des Weines vor. Wie in den modernen Industrieländern wird der Weinbau dort streng kontrolliert, sodass man die Weine ohne jegliche Bedenken verzehren kann.

Für Weinliebhaber gibt es in Afrika ganz besonders Möglichkeiten. So kann man beispielsweise eine Safari mit einer Weinprobe verbinden. Die Reiseleiter führen einen durch das Land, wobei immer bei den verschiedenen Weinguten gestoppt wird und eine kleine Trink- und Esspause eingelegt wird. So kann man die verschiedenen Weine Afrikas probieren und die Weinanbaugebiete besichtigen.

Der Weinbau Afrikas hat eine lange Geschichte und reicht Jahrhunderte zurück. Im Kolonialzeitalter erreichte der Weinanbau in Afrika allerdings seinen Tiefpunkt. Hierfür war hauptsächlich der Islam verantwortlich. Französischen Kolonialherren ist es gelungen, den Weinanbau und den Verkauf wieder zum Florieren zu bringen. Seitdem erfährt der Weinanbau Südafrikas immer größere Beliebtheit.