Wein ist nach Bier das meist konsumierte alkoholische Getränk in ganz Deutschland. Die Geschmäcker gehen dabei weit auseinander. Einige mögen besonders gerne einen vollmundigen und kräftigen Rotwein, die anderen bevorzugen einen kühlen und milden Weißwein. Wein kann in jeder Atmosphäre getrunken werde, egal ob im Winter gemütlich vor dem Kamin, zu einem ausgiebigen Essen oder im Sommer im Garten in der Abendsonne. Insgesamt gibt es in Deutschland 13 Weinanbaugebiete. Generell wird deutscher Wein in unterschiedliche Qualitätsstufen unterteilt. Zu diesen zählen: Tafelwein, Landwein, Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete und Qualitätswein mit Prädikat. Die wichtigsten deutschen weißen Rebsorten sind Riesling, Silvaner und Müller-Thurgau. Die wichtigsten roten sind Dornfelder, Spätburgunder und Portugieser.

Geschmackliche Unterschiede durch das Glas

Weingläser nehmen großen Einfluss auf den Wein und sein Aroma. Grundsätzliche Unterscheidungen werden in erster Linie zwischen Rotwein und Weißwein gemacht. Die Gläser für Rotwein sind in der Regel größer und bauchiger. Generell sollten Weingläser so dezent wie möglich sein, damit die Optik keinen Einfluss auf den Geschmack nimmt. Dünnwandige, klare, saubere und geruchsfreie Gläser eignen sich gut. Ein langer Stil bewahrt zusätzlich vor Fingerabdrücken am Glas und verhindert eine Erwärmung durch die Hände. Außerdem beeinflusst die Form des Glases den dominierenden Geschmack. Unsere Zunge ist für die Geschmacksrichtungen süß, salzig, sauer und bitter ausgelegt. Mit dem vorderen Teil schmecken wir süßliche Lebensmittel, vorne an den Seiten salzige, an den hinteren Seiten saure und ganz hinten bitter Geschmacksstoffe. Eine kleine Krümmung des Glases nach außen lenkt zum Beispiel einen Riesling zum vorderen Teil der Zunge und dieser wird somit weniger säuerlich wahrgenommen.

Der passende Weinverschluss

Oft stellt sich die Frage: Kork? Oder doch besser nicht? Die Frage ob Kork den Wein verfälscht oder nicht, wird oft diskutiert. Tatsächlich nehmen immer mehr Weingenießer Korkverschlüsse bzw. Schraubverschlüsse. Früher galten sie als Indikator für billigen Wein, heute jedoch werden sie gerne verwendet. Auch kommen verkleidete LongCaps vermehrt zum Einsatz, da so der Wein nicht nach Kork schmecken kann. Naturkork punktet damit, dass der Wein durch die leichte Sauerstoffzufuhr nachreifen kann. Glasstopfen gelten als besonders edel und sind zudem Geschmacksneutral. Diese Glasverschlüsse kommen zum Beispiel auch bei Glaskaraffen mit Spirituosen wie Whisky zum Einsatz. Besonders gerne wird diese Variante bei hochwertigen Weinen genutzt.

Optimale Trinktemperaturen

Ist ein Wein zu kalt, schmeckt er zurückhaltend und nicht besonders vollmundig. Ist er zu warm, schmeckt er recht alkoholisch. Für einen leichten Weißwein wird eine Temperatur von 8 bis 10 °C empfohlen, für einen vollen und aromatischen Weißwein 10 bis 12 °C. Ein besonders hochwertiger Weißwein sollte mit einer Temperatur zwischen 12 und 14 °C genossen werden. Für einen leichten Rotwein werden 14 bis 16 °C empfohlen, für einen volleren wiederum 16 bis 18 °C.

Hat Wein eine fördernde Wirkung für die Gesundheit

Studien zeigen, dass Wein eine positive Wirkung auf den Körper hat. Natürlich nur in Maßen. Moderate Weintrinker, das heißt diejenigen, die ungefähr ein bis zwei Gläser Wein am Tag trinken, leiden demnach weniger oft an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In Wein ist beispielsweise Salicylsäure enthalten. Dieser Stoff ist auch Bestandteil von Aspirin und dient zu der Vorbeugung von Herzkrankheiten. Zudem erhöht Wein den Gehalt des positiven HDL-Cholesterins und mindert den Wert des gefährlichen LDL-Cholesterins. Das Getränk verbessert zudem die Wirksamkeit des Insulins und kann so den Blutzuckerspiegel senken. Des Weiteren mindern die im Wein enthaltenen Stoffe das Verkleben der Blutplättchen in den Arterien und dadurch die Gefahr für Erkrankungen der Gefäße.

Wie erhält der Wein seine Farbe?

Um Wein herzustellen, kommen verschiedene Trauben zum Einsatz. So werden zum Beispiel grüne, rote, weiße oder schwarze Trauben verwendet. Zuerst haben jedoch alle Traubensäfte eine goldgelbe bis farblose Farbe. Die eigentliche Farbe kristallisiert sich erst während des Gärungsprozesses heraus. Für Roséweine und andere helle Weine dürfen die Trauben entweder gar nicht oder nur ein paar Stunden in der Maische bleiben. Je länger die Trauben sich in dieser befinden, desto intensiver wir die Farbe des Weines. Somit kann es auch sein, dass Weißwein aus roten Trauben hergestellt wird, was zum Beispiel bei Champagner der Fall ist. Oft wird so auch fälschlicherweise geglaubt, dass es sich bei Roséwein um einen Verschnitt von Weiß- und Rotwein handelt. Dabei gären die Trauben für einen Rosé lediglich nur ein paar Stunden an.