Rotweinglas und Trauben

Syrah / Shiraz

Steckbrief
  • Synonyme Balsamia, Neiretto di Saluzzo, Antournerein, Shiraz
  • Heimat Rhônetal, Frankreich
  • Hauptanbauländer Frankreich, Spanien, Australien, Kalifornien
  • Anbaufläche ca. 140.000 ha
  • Beeren schwarzblau, länglich, dickhäutig
  • Farbe tiefes Dunkelrot/Violett
  • Aroma Himbeere, Johannisbeere, Pfeffer, Kirsche, Schokolade
  • Geschmack von rauchig, herb, würzig bis samtig & fruchtig
  • Passt zu… Entrecôte, Lamm, Ziege, Wild

 

Geschichte, Herkunft & Bedeutung

Rotwein-Flasche und Bündel von roten Trauben auf Holztisch

Rotwein-Flasche und Bündel von roten Trauben auf Holztisch

Ursprünglich wurde die Rebsorte Syrah im Rhônetal in Frankreich kultiviert. Heute gilt der Syrah als Edelrebe und ist weltweit verbreitet. Die Rebe entstand, so haben DNA-Analysen im Jahr 1998 ergeben, aus einer Kreuzung zwischen den alten französischen Sorten Modeuse Blance und Dureza. Dabei ist der Syrah oder Shiraz, wie er oft auch genannt wird, auch mit anderen Rebsorten verwandt – z. B. mit dem Lagrein und dem Teroldego der Region Trentino-Südtirol. Möglicherweise ist der Syrah der Urenkel des Pinot Noir.

Anbau, Anbauländer & -flächen

Mit einer Anbaufläche von ca. 140.000 ha weltweit ist der Shiraz eine der wichtigsten Rebsorten weltweit. Mit etwa 70.000 Anbauhektar in Frankreich gehört sie zu den wichtigsten roten Sorten Frankreichs – noch immer wird die Sorte, die trockenes, heißes Klima liebt, vor allem im Rhônetal angebaut. Weitere wichtige Anbaugebiete sind Australien mit ca. 50.000 ha (dort wird der Wein als Shiraz bezeichnet), Kalifornien mit ca. 8.000 ha, Südafrika, Chile, Argentinien, Italien und die Schweiz. Seit den 1990er-Jahren wird Syrah auch in kleinen Mengen in Deutschland angebaut, vor allem in der Pfalz und in Württemberg.

Die Rebe

Lange Zeit galt der Syrah in puncto Anbau als problematisch – weshalb die Rebfläche in Frankreich zwischenzeitlich auf etwa 3.000 ha sank. Das Reifeverhalten des Syrah fordert Winzer heraus: ist das Wetter ungünstig, scheint also zu wenig Sonne und regnet es zu viel, reift die Traube nicht ganz aus. Wegen des hohen Tanningehaltes kann da

nn der Geschmack schnell unreif und grün erscheinen. Gibt es allerdings zu viel Sonne, dann „kippt“ der Wein schnell von der Reife zur Überreife – und der Syrah verliert sein fruchtiges Aroma. Der optimale Lesezeitpunkt ist für einen harmonischen Syrah also äußerst wichtig. Bei perfekter Reife gehört der Syrah für viele Fachleute zu den größten Weinen der Welt. In Australien ist die Kombination Cabernet Sauvignon und Syrah äußerst populär.
Die schwarzblauen Beeren der Traube sind länglich, mit weichem Fruchtfleisch und mit dicker Schale ausgestattet, so dass sie recht widerstandsfähig gegen Graufäule und Pilzerkrankungen sind.

Farbe & Geschmack

Dicht und tiefrot, fast violett präsentiert sich der Syrah im Glas. Sein Aroma ist zugleich fruchtig als auch pfeffrig-würzig – welche Geschmäcker dominieren, hängt stark vom Anbaugebiet ab. Während die französischen Weine eher elegant und samtig daherkommen, sind die Weine aus Übersee sehr vollmundig und kräftig. Oft wird der Syrah von Himbeer- und Johannisbeeraromen dominiert, aber auch Kirschen-, Schokolade- und Veilchennoten gibt es zu erschmecken. Ist der Wein würziger, kommen Noten von Pfeffer, Erde oder Leder hinzu.

Foodparing: Syrah passt zu…

Rotwein zum Essen

Rotwein zum Essen

Mit seinem fruchtigen, kräftigen Bukett passt der Syrah bestens zu gebratenem Rindfleisch, z. B. zu Entrecôte mit kräftiger Soße, Salat und Kartoffeln. Aber auch zu anderen kräftigen Fleischgerichten, wie z. B. gebratenem Schwein, Lamm, Ziegen- und Wildfleisch ist der Wein ein gern gesehener Begleiter. Mit kräftig gewürzten vegetarischen Gerichten harmonieren die Rotweine ebenfalls sehr gut. Wegen der zupackenden Tannine glückt auch die Kombination mit herzhaften, deftigen regionalen Fleischgerichten, z. B. mit ungarischem Gulasch oder Rinderbraten mit Knödel. Auch für die (reife) Käseplatte mit leichtem Weißbrot oder feinen Baguette-Brötchen gefällt der Syrah.