Katerfrühstück

Wie lässt sich der Kater nach einer weindurchtränkt en Nacht vermeiden?

Wie lässt sich der Kater nach einer weindurchtränkten Nacht vermeiden?

Katerstimmung

Katerstimmung

Der Abend war redselig, eine Flasche Wein folgte der nächsten… wenn nur nicht der Morgen danach – und der dazugehörige Kater – wäre! Aber sorgt auch guter und teurer Wein für Kopfschmerzen? Sicher nicht so schnell wie billiger Fuselwein – doch im Endeffekt ist es die in einem bestimmten Zeitraum aufgenommene Menge, die ausschlaggebend ist, sowie die eigene Befindlichkeit. In unserem Artikel erfahren Sie alles zum Thema Kater und Wein – und wie Sie ihn am besten vermeiden können.
Klare, helle Alkoholika (z. B. Bier, Wodka), sollen angeblich weniger Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen, als dunkle (z. B. Whisky, Wein). Wer mit Genuss trinkt, sollte pro Stunde nicht mehr als ein Glas Wein zu sich nehmen – die Leber kann pro Stunde etwa 8 bis 10 Gramm Alkohol abbauen, also etwa so viel, wie in einem Glas Wein enthalten ist.
Wird zu viel Wein genossen, folgen Kopfschmerzen und Übelkeit – in großen Mengen ist Alkohol ein Zellgift und durchdringt mühelos die Blut-Hirnschranke. Der Alkohol beeinflusst auch Hormone – und wirkt damit auf wichtige Stoffwechselprozesse und somit insgesamt auf die Gesundheit, Fitness und das Wohlbefinden ein. Einige Menschen reagieren auch auf den im Wein enthaltenen Schwefel empfindlich und mit Kopfschmerzen.

Wein-Kopfschmerz wegen Histamin

Doch was, wenn bereits nach ein oder zwei Gläsern, genossen über den ganzen Abend hinweg, Kopfschmerzen auftauchen? Dann muss nicht das Ethanol, Methanol oder Tannin ursächlich sein, sondern es können auch die Farbstoffe im Rotwein, die Anthocyane, der Grund für den Brummschädel sein. Die Farbstoffe rufen im Körper mancher Menschen Abwehrreaktionen aus und es wird Histamin ausgeschüttet. Diese „Rotwein-Allergie“ zeigt sich durch Hautrötungen, tränende Augen oder Tropfnasen.

Die besten Tipps gegen den Wein-Kater

Klar, Kopfschmerztabletten wie Aspirin, Ibuprofen oder Naproxen helfen beim Brummschädel immer – doch die Medikamente haben auch Nebenwirkungen. Einige schwören auch auf Aspirin, das nach dem Fest und vor dem Zubettgehen eingenommen wird. Allerdings: Alkohol und Aspirin in Kombination ist Gift für die Leber! Besser ist es, gleich mit „Hausmittelchen“ vorbeugen oder zumindest am Morgen danach einige Tipps und Tricks zu beachten.

„To-Do-Liste“ gegen den Wein Kater:

Freunde feiern

Freunde feiern

● Sich sattessen

ist vor dem Alkoholgenuss eine bewährte Methode, um Kopfschmerzen vorzubeugen und ist einer der besten Tipps gegen Kater. Ideal ist Kalorienhaltiges und Fettes, also Pommes oder Lachs, Burger oder Pizza. Deftiges Essen hilft, die Übelkeit am Morgen danach auf ein Minimum zu reduzieren.

● Wasser

zu trinken, und zwar bereits während des Gelages, gehört ganz klar zu den simpelsten und besten Tipps, um den Kopfschmerzen am nächsten Morgen vorzubeugen. Trinken Sie mindesten ein großes Glas natriumreiches, magnesiumhaltiges, stilles Wasser pro Stunde – auch mehr. Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit und das befeuert den Druck im Kopf. Als Gastgeber können Sie gleich mehrere Karaffen Wasser auf den Tisch stellen, damit das Trinken nicht vergessen wird. Wenn doch, dann kann es auch noch helfen, vor dem Zubettgehen viel Wasser zu trinken.

● Gemüsebrühe und Rollmops

versorgen den Körper mit wichtigen Mineralien, die ihm entzogen worden sind. Außerdem beruhigt Gemüsesuppe den flauen Magen. Denselben Effekt haben Salzstangen und Lachs. Auch Essiggurken – und alles andere, was sauer ist – helfen. Wer lösliches Magnesium im Haus hat, kann auch dieses einnehmen.

● Honig

enthält Fructose. Diese hilft – im Gegensatz zu reinem Zucker – Alkohol abzubauen.

● Eiweiß

und die darin enthaltenen Aminosäuren unterstützen die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion. Hartgekochte Eier jedoch besser meiden, sie sind für den empfindlichen Magen nicht ideal und lassen sich nur schwer verdauen. Auch Artischocken bringen die Leber in Schwung.

● Sauerstoff

hilft. Gehen Sie zu Fuß zur Arbeit und saugen Sie die frische Luft ein. Achten Sie auf ausreichende Luftfeuchtigkeit und eine Zimmertemperatur zwischen 19 und 21 Grad.

● Pfefferminzöl-Massage

kann Wunder wirken. Massieren Sie die Schläfen mit kreisenden Bewegungen und ein paar Tropfen Pfefferminzöl und tun Sie Ihrer Gesundheit etwas Gutes.
● Wechselduschen
regen den Kreislauf an und bringen morgens in Schwung. Übrigens sind Wechselduschen generell empfehlenswert, um das Bindegewebe zu stärken und eine robuste Gesundheit bzw. ein starkes Immunsystem zu pflegen, das im Winter gegen Erkältungen schützt.

„Not-to-Do-Liste“ bei Wein Kater:

Katerfrühstück

Katerfrühstück

● Kaffee

Klar, wenn der Abend lang war und doch am nächsten Morgen der Wecker klingelt, braucht man Kaffee, um überhaupt wach zu werden. Verzichten Sie trotzdem darauf – Kaffee entwässert und entzieht dem „ausgedürsteten“ Körper zusätzlich Flüssigkeit. Der Kater wird dadurch nicht besser.

● Sport

Der eine oder andere schwört auf den „Entkaterungs-Lauf“ am Morgen danach. Doch Experten geben zu bedenken, dass eine durchzechte Nacht den Körper auslaugt, er wichtige Mineralstoffe und Magnesium verloren hat und dadurch häufiger Muskelkrämpfe auftreten. Auch die aerobe Ausdauer ist vermindert. Es muss also nicht die Jogging-Strecke sein – ein Spaziergang am Tag danach, auf dem viel frische Luft getankt wird, genügt auch und tut gut.

● Zucker

bzw. zuckerreiche Ernährung macht den Kopfschmerz nur noch schlimmer. Verzichten Sie auf das Marmeladebrötchen am Morgen danach!

● Bloody Mary

soll gegen Kater helfen. Und tatsächlich sind Tomatensaft und Schärfe empfehlenswert; aber nicht die 2 cl Wodka, die im Bloody Mary vorkommen. Deshalb besser einfach Tomatensaft mit etwas Chili trinken, um den Kater zu vertreiben.